Coaching

.
Wasserzeichen von Organisationsberatung Jörg Verse

Coaching

Die instruierende Variante der Supervision

Was ist Coaching?

Der Begriff des „Coaching“ ist inzwischen mit vielen unterschiedlichen Arbeitsformen belegt, und wird in zahlreichen Zusammenhängen beruflicher und privater Art in irgendeiner Form betrieben und angeboten. Und auch Coachingdefinitionen in der Fachliteratur setzen immer noch unterschiedliche Akzente. Es mag überraschend erscheinen, aber eine abschließende einhellige Definition gibt es noch nicht.

Weitere Verwirrung schaffen die fantasievollen marktorientierten Methodenbezeichnungen. Die starke Verbreitung des Coaching im Beratungsmarkt macht es somit vorab erforderlich, im Einzelfall genauer zu klären, welche Form beraterischer, instruierender oder begleitender Interaktion der jeweilige Coach anbietet.

Ich betreibe Coaching als lösungs- und ressourcen-orientierte Beratungsform, bei der ich den Zwischenraum von der Ausgangssituation und dem gewünschten Ziel des Klienten, konzeptionell gestalte und begleite.

Es finden sich viele sehr Gemeinsamkeiten zwischen einem Coaching und einer Supervision, wobei ich dem Coaching mehr instruierenden Anteile gewähre. Dennoch sehe ich auch das Coaching dem Ideal der Selbstreflexion und der Offenheit eines Beratungsprozesses verpflichtet. Coaching ist für mich eben nicht reduziert auf eine reine Dienstleistung im eigentlichen Sinne, die einfach nur Nutzen und Zielvorgaben zu erfüllen hat.

Coaching bearbeitet ein klar umgrenztes Beratungs-Anliegen, welches in überschaubarer Zeit bearbeitet werden kann. Die Supervision hingegen ist eher eine längerfristige Begleitung von Personen, Teams, Umstrukturierungen, Projekten, Ausbildungs-Phasen oder neuer beruflicher Rollen.

Das Coaching zielt gerne auf eine Beratung von Führungskräften, für eine knackige Bearbeitung und Lösung konkreter und aktueller beruflicher Probleme, zum Beispiel wie die Führungsrolle oder Führungsaufgabe bewältigt wird. Anlässe und Inhalte eines Coaching sind daher oft in der besonderen beruflichen Situation einer Führungskraft verankert. Stark repräsentiert ist daher die Zielgruppe Geschäftsführer, Management, Führungskraft und Nachwuchskraft.

Zunehmend suchen und finden aber auch private Anliegen Zugang zu dieser Beratungsform. Meist liegen hier Wünsche nach Veränderung oder Weiterentwicklung der eigenen beruflichen oder privaten Lebensziele zugrunde.

Coaching ist eine vielseitige Beratungsform, die nicht nur eine Fachwerkstatt für Selbstveredelung sondern auch Sicherheitsanker, Orientierungshilfe, Tröster und psychohygienisches Ventil sein, und somit Menschen umfassend zur Seite stehen kann.

Mein Coaching-Verständnis

  • beinhaltet Selbstreflexion
  • sichert die Offenheit des Beratungsprozesses
  • konzipiert und gestaltet den Lösungsweg
  • ist beratend, instruierend und begleitend
  • ist lösungs-orientiert
  • ist ressourcen-orientiert
  • will mehr als nur Dienstleistung sein
  • will mehr als Nutzen und Zielvorgaben

jemand zeichnet am Whiteboard
Zielgruppen im Coaching

  • Geschäftsführer
  • Management (Top-Mitte-unten)
  • Führungskräfte
  • Freiberufler
  • Nachwuchskräfte
  • Projektleiter
  • Mitarbeiter
  • Privatpersonen

„Wir können die Probleme nicht mit demselben Denken lösen, welches sie hervor gebracht hat.“
(Albert Einstein)

Unterschiede zur Supervision:

  • größere Affinität zu Führungskräften
  • sind marginal
  • mehr instruierendende Anteile
  • kürzere zeitliche Dauer
  • enger umgrenztes Beratungs-Anliegen

typische Anlässe für Coaching

Coaching lohnt sich, da ...

  • bessere Entscheidungen getroffen werden
  • krankheitsbedingte Ausfälle verringert werden
  • der Gewinn die Coachingkosten übersteigt
  • dem Burn-Out vorgebeugt wird
  • Stress beherrschbar wird
  • die berufliche Identität gefestigt bleibt
  • die Kundengewinnung gesteigert wird
  • es Zufriedenheit und Sicherheit schafft

Puzzleteil sucht seinen Platz
gute Anlässe für Coaching sind ...

  • "Feed-Back-Hunger"
  • Umstrukturierung im Unternehmen
  • Neugestaltung der beruflichen Rolle
  • Überlastung
  • Übernahme von Verantwortung
  • Vorbereitung großer Entscheidungen
  • fehlende Work-Life-Balance
  • Erweiterung von Kompetenzbereichen
  • Vorbereitung von wichtigen Gesprächen
  • Zweifel an der eigenen Kompetenz
  • der Erwerb neuer Fähigkeiten
  • Wunsch nach Leistungssteigerung
  • persönliche Weiterentwicklung

Puzzleteil hat seinen Platz gefunden
Feed-Back-Hunger

  • betrifft Management und Führungskräfte
  • entsteht bei fehlender Rückkopplung
  • gefährdet gute Management-Entscheidungen
  • steigt mit höherer Position

Im Coaching geht es vorwiegend um berufliche Anliegen bei denen eine externe Unterstützung für die tägliche Arbeit als sinnvoll oder erforderlich angesehen wird. Anlass können einerseits Probleme sein, die alleine oder aus eigener Kraft nicht gelöst werden können, und andererseits der Wunsch den professionellen Level abzusichern oder zu steigern.

Die am Markt zur Verfügung stehenden Spielarten des Coaching sind vielfältig. Für den Berufseinsteiger findet sich das „start-up-Coaching“, für die Übernahme von Führungsverantwortung das „Onboarding-Coaching“, für die Ehrgeizigen das „Karriere-Coaching“, und wenn es dann doch mal eng wird das „Stress-Coaching“.

Doch niemand braucht einen Dschungel-Führer buchen: denn alles ist erst einmal Coaching - hoffentlich. Schon diese vielen Bezeichnungen deuten die Vielfalt der Anlässe für Coaching an, aber einige stechen doch hervor.

Führungskräfte stehen meist in besonders hoher Verantwortung. Ihre Entscheidungen stehen oft unter Zeitdruck und müssen dennoch belastbar sein, und die wöchentlichen Arbeitszeiten liegen meist weit über der Norm. Viel Stress also, aber wenig Zeit für entsprechenden Ausgleich.

Coaching kommt dann ins Spiel, wenn der Stress Wohlbefinden oder gar die Gesundheit angreift. Work-Life-Balance und Resilienz werden ebenso zum Thema, wie die Suche nach Optionen zur Entlastung im Arbeitsalltag.

Auch „Feed-Back-Hunger“ führt ins Coaching. Vielen Führungskräften steht ein offenes Feedback im beruflichen Umfeld gar nicht zur Verfügung. Aber ohne diesen „sozialen Spiegel“ fehlt die für Führungskräfte so wichtige Rückkopplung, und somit eine bedeutende Regelungsleistung für die Führungsfähigkeit. Denn gute Management- Entscheidungen brauchen realistisches Feedback. Und je höher die Position, desto größer ist der Feed-Back-Hunger.

Nicht nur Führungskräfte sind von regelmäßigen Umstrukturierungs-Maßnahmen und der Ineffizienz erworbener Rollenklischees betroffen. Beziehungen neu gestalten, die eigene Identität im Wandel neu definieren, den Rollenerwartungen weiterhin gerecht werden und eine Äquidistanz in der Rollenvielfalt zu bewahren, ohne in ein inneres Durcheinander zu geraten, erfordert begleitete Reflexion um Haltung und Einstellung im Coaching neu zu justieren.

Auch Wünsche zur persönlichen Weiterentwicklung führen ins Coaching, insbesondere wenn berufliche und persönliche Lebenspläne sich entgegen stehen. Berufliche Problemlagen suchen im Coaching Raum für gemeinsames Nachdenken in vertrauensvoller und intimer Atmossphäre, zur Vorbereitung persönlicher Entscheidungen, gemeinsames Reflektieren belastender Erfahrungen, für das Auflösen von Konflikten, emotionale Entlastung oder die Erarbeitung effizienterer Strukturen.

Viele Studien haben unter Anwendung der Return-of-Investment-Formel herausgefunden: Coachingkosten sind geringer als der daraus hinzu gewonnene ökonomische Profit. Es gibt also auch sehr gute ökonomische Gründe für Coaching.

Themen und Ziele im Coaching

Das eingebrachte Beratungsanliegen bestimmt die Themen und Ziele des Coaching. Der Aufbau einer zusätzlichen Arbeitsbeziehung zum Berater gehört zunächst dazu.

Gemeinsam wird vereinbart, was gecoacht werden soll, zum Beispiel die Leitungsrolle, die eigene Wahrnehmung, das Selbstwertgefühl, die Struktur der Kommunikation, die Grundmuster der eigenen Konfliktbearbeitung, oder Fragen der persönlichen Laufbahn- bzw. Lebensplanung.

Genereller Gegenstand ist die Begleitung und Unterstützung bei der Bewältigung der beruflichen Rolle, die gemeinsame Analyse der Probleme des Berufsalltags und die Reflexion des Umgangs mit Mitarbeitern oder Vorgesetzten.

Im Coaching werden je nach Wunsch und Bedarf auf der beruflichen Ebene Führungs-, Steuerungs- und Beziehungs-Kompetenz bearbeitet und gestärkt. Dafür werden zunächst neue Deutungs- und Handlungsmuster entwickelt, die im beruflichen Alltag erprobt, und im Coaching weiter entwickelt werden.

Diese Begleitung beim Ausprobieren neuer Verhaltensweisen erfolgt auch bei der Bearbeitung der zu erlernenden, oder zu verändernden oder zu erweiternden Rolle als Führungskraft.

Ein Coaching unterstützt bei der Sensibilisierung für die relevanten Aufgaben, und entlastet bei der Klärung emotionaler Verstrickungen, ist aber auch der geeignete Raum für Überlegungen zur Entwicklung des Unternehmens, sowie der Entwicklung und Umsetzung der dafür erforderlichen Strategien und Umstrukturierungen.

mögliche Coaching-Themen

  • Bearbeitung aktueller Probleme
  • Änderungen der Betriebsstruktur
  • Rollenklärung
  • Entlastung und Stressbewältigung
  • Verbesserung der Kommunikation
  • Analyse der Probleme des Berufsalltags
  • Abschied nehmen und Loslassen
  • Klärung eigener Lebenspläne
  • Bearbeitung von Konflikt-Mustern
  • Klärung der Legitimität eigener Interessen

Führungsfigur spricht von oberster Treppenstufe
Coaching stärkt

  • Führungs-Kompetenz
  • Steuerungs-Kompetenz
  • Beziehungs-Kompetenz

Coaching für Führungskräfte

Rollen der Führungskraft

  • Integrationsfigur
  • Entscheider
  • interner Coach
  • Umsetzer neuer Strukturen
  • Konfliktmanager
  • Initiator
  • Manager von Veränderungen
  • Visionär

Führungsfigur führt blaue Truppe in Pfeilformation

„Auch eine schwere Tür hat nur einen kleinen Schlüssel nötig“ (Charles Dickens)

Führungsfigur vor großer Figurenmannschaft
Energiequellen der Führungskraft

  • Lust an Macht und Einfluss
  • Gestaltungswille
  • Inhaltliche Identifikation mit der Thematik
  • Lust an Selbstdarstellung
  • Loyalität
  • Spaß an Status
  • Pflichtgefühl

Coaching ist das typische Format bei externer Einzelberatung für die personenzentrierte Arbeit mit Führungskräften, entlang der Frage, wie die Führungsrolle von der Person bewältigt wird. Die Themen und Ziele umfassen dabei, neben der Arbeitswelt und Berufsrolle, im Bedarfsfall auch Störungen und Probleme durch private Anliegen.

Neben Feed-Back-Hunger und Überlastung gibt es noch weitere typische Coaching-Anliegen von Führungskräften. Da gibt es zum einen das immer noch verbreitete schwer auflösbare Rollenideal des Managementmodells: Störungen und Versagen dürfen erst gar nicht vorkommen!

Das macht Druck und - Angst! Und die ist ein weiteres typisches Thema im Coaching, denn Führungskräfte sind nicht auf Angst vorbereitet. Für Angstprobleme gibt es keine eingeübten Möglichkeiten zur Besprechung im Kontext des Unternehmens, und darüber hinaus auch keine Führungswerkzeuge um mit der Angst von Mitarbeitern und ihrer Auswirkung umgehen zu können. Reagiert wird eher mit kollektiver Abwehr oder Flucht in Rollenklischees. Im Coaching finden Angstprobleme Ihren Raum.

Obwohl soft-skills im letzten Jahrzehnt deutlich ausgebaut wurden, ist regelmäßig zu hören: „Ich komme mit den Leuten nicht mehr zurecht“. Im Verlaufe der Karriere haben viele Führungskräfte auch zu oft erlebt, dass viele persönliche Kontakte nur solange halten, wie die jeweilige Zielerreichung dies gestattet. Probleme rund um die berufliche Beziehungsgestaltung sind daher verbreitete Coachinginhalte.

Die Genesis dieser Probleme liegt zum Teil in einer „déformation professionelle“ der Führungskräfte: Denn das Normensystem der Organisation ist insbesondere in Zeiten hoher Veränderungsintensität vieldeutig und widersprüchlich.
Und dies führt zu spürbarer Handlungsunsicherheit, einem diffusem Erfolgsdruck und doppelbödiger Beziehungsgestaltung. Die vermeintliche Rettung bringt dann die Fassade des Alleskönners.

Doch Führungskräfte sind auch durchsetzungstarke und kraftvolle Persönlichkeiten, die zudem Freude und Begeisterung für ihre Aufgaben mitbringen. Und wenn Ihnen die Wahrnehmung ihrer vielfältigen Rollen und Aufgaben bisweilen Grenzen aufzeigt, imponieren sie doch immer wieder mit ihrem Verlangen und Ihrer Bereitschaft nach Lösungen zu suchen, und sich dabei auch helfen zu lassen.

Zudem finden sich für Führungskräfte eine Reihe persönlicher Energiequellen, wie Gestaltungswille, Lust an Macht und Einfluss, ein hohes Pflichtgefühl, eine ausgeprägte Loyalität zum Unternehmen, und eine starke inhaltliche Identifikation mit den Werten und Kernaufgaben. Aber auch eine Lust an Selbstdarstellung und Spaß an Status. Coaching hilft dabei, diese Kräfte nutzbar zu machen.

Kommunikation in der Beratung

Gute Beratung ist ein kommunikativer Verdichtungsprozess mit der Verpflichtung nicht nur ungefähr, sondern so genau wie möglich zu verbalisieren. Es bedarf eines hohen Maßes an Intensität, damit überhaupt etwas erreicht wird. Es kommt darauf an in der Sprache des Klienten in dessen Wirklichkeit einzutreten (Watzlawick).

Einen Satz kann man aufschreiben, aber nicht das wirklich Gesagte und seine Auswirkungen. Nur im Kontext ist er verständlich. Der Berater muss also nicht nur den Inhalt wahrnehmen können, sondern die Ganzheit, den Ton, den Körper, das was dahinter liegt. Auch unser Gehirn speichert im übrigen nicht das Einzelne, sondern das Allgemeine dahinter.

Bedeutungs- und Wertzuschreibungen ereignen sich nur im sozialen Diskurs. Für das ICH und die berufliche Identität sind die Anderen konstitutiv. Schlechte Kommunikation kann hier verheerenden Schaden anrichten. Menschen in laufenden Beratungsprozessen sind vorübergehend etwas zerbrechlicher. Der Kommunikationsstil des Beraters wird dies berücksichtigen.

Ermutigung, Humor und Konfrontation sind während des gesamten Beratungsprozesses für die Beziehungspflege von wesentlicher Bedeutung. Humor funktioniert allerdings erst dann, wenn man in die Wirklichkeit des Klienten bereits eingetreten ist, ansonsten fühlt er sich unter Umständen verhöhnt.

Doch seine Vorteile machen Humor zu einer der wirksamsten und beliebtesten Interventionen. Er kann in unlösbaren Situationen wie ein heißes Messer durch Butter gleiten, ermöglicht einen spontanen Perspektivenwechsel, wandelt Tragödien zu Komödien, schafft es spielerisch existenzielle Widersprüche auszudrücken und hat eine starke emotional befreiende Wirkung. Zudem ist er Ausdruck der Grundhaltung und bestätigt die Intensität der Arbeitsbeziehung.

Die Kommunikation im Beratungsprozess folgt daher auch keiner Routine. Um der Einzigartigkeit der Situation und vor allem der Person, ihren Bedürfnissen, ihrem Anliegen gerecht werden zu können, darf ein guter Berater keinesfalls durch Methoden oder Techniken eingeengt sein. Mit verantwortungsvollem Eklektizismus darf er die Palette der üblichen Methoden und Techniken utilisieren, sofern sie für den Beratungsprozess gerade hilfreich sein sollten.

Beratungsprozesse leben aber von der Qualität der Kommunikation und der Beziehung, und eben nicht von Techniken und Methoden. Das gilt übrigens auch für Therapieprozesse. Denn selbst therapeutische Techniken und Methoden tragen zum Therapieerfolg kaum mehr als 15% bei, was selbst erfahrene Berater und Therapeuthen staunen läßt.

Was dazu noch viel relevanter ist: Die Methode bestimmt den Gegenstand der Betrachtung. Zur Verdeutlichung ein zugegebenermaßen plakatives Beispiel: Ein tiefenpsychologischer Ansatz könnte eine Vorliebe für Kindheitserlebnisse einbringen. Die Gefahr von Verzerrungen, die vom Focus des eigentlichen Beratungsanliegens wegführen können, wohnt allen Methoden und Techniken inne. Darum werden Sie im Beratungsprozess nur sparsam eingesetzt. Gute Kommunikation umso mehr.

Beratungsprozesse gelingen nicht durch Einsicht, sondern bewirken die Veränderung durch gezielte Führung mittels Kommunikation. Das ist zugleich höchst manipulativ, weshalb der Ethik des Beraters unbedingt Beachtung zu schenken ist. Gelungene Kommunikation in der Beratung braucht seitens des Ratsuchenden neben Motivation auch Problem-, aber vor allem Selbstbewußtsein, damit er strukturell auch befähigt ist, zu sich selbst Stellung zu nehmen.

Die Kommunikation ist in der Beratung der maßgebliche Erfolgsfaktor für das Gelingen und agiert mit vielen Facetten: dem genauen Beobachten, dem gezielten Führen und Weglenken der Aufmerksamkeit, dem Funktionalisieren von Empathie, einer großzügigen Portion Humor, präzisem Formulieren, Konfrontieren, Manipulieren, Hypothesen bilden, Verständnis, liebevollem Provozieren, Mitgefühl, Körpersprache gezielt einsetzen und deuten, genauem Verbalisieren, Dinge auf den Punkt bringen, so gut wie möglich Zuhören können, und sehr vielem mehr...

Und auch die Ressource Lebenserfahrung bestimmt das Timbre der Kommunikation in der Beratung.

Gute Kommunikation ...

  • muss so genau wie möglich verbalisieren
  • ruht auf einer ethische Grundlage
  • ist ein verdichteter Prozess
  • umfasst auch Körpersprache
  • läßt Humor Platz nehmen
  • hört auf vielen Ebenen zu
  • berücksichtigt den Kontext
  • achtet auf die Beziehungspflege
  • gründet auf guter Beobachtung
  • ist liebevoll und emphatisch

goldener Schlüssel in silbernem Schloss

Einfach mal zu weit gehen – und sich dort ein wenig umsehen.

Gute Beratungsprozesse

  • funktionieren nur mit guter Kommunikation
  • gestalten eine intensive Arbeitsbeziehung
  • führen mit gezielter Kommunikation
  • erzeugen die erforderliche Intensität
  • geizen mit Technik und Methoden
  • bieten Bedeutungs- und Wertzuschreibungen
  • folgen keiner Routine
  • vermeiden inhaltliche Manipulation
  • bedienen den Erkenntnisdrang
  • werden rücksichtsvoll gestaltet
  • profitieren von Lebenserfahrung
  • garantieren Sicherheit und Vertraulichkeit

Nur im Zusammenbruch unserer Konstruktionen begreifen wir, dass die Welt nicht so ist, wie wir sie bisher gesehen haben.

Firguren am Tisch beim Einfügen des letzten Puzzleteils
Humor in der Beratung ...

  • ist eine höchst wirksame Intervention
  • verwandelt Tragödien in Komödien
  • kann existenzielle Widersprüche ausdrücken
  • ermöglicht spontane Perspektivenwechsel
  • hat ein tiefe emotional entlastende Wirkung
  • festigt Beziehungen
  • wirkt konfliktlösend
  • bietet tiefen Einblick in die Grundhaltung