Was heißt „Coaching”?
Beim Coaching handelt es sich um eine lösungs- und ressourcenorientierte Beratungsform.
Bearbeitet und begleitet wird der Raum zwischen Ausgangssituation und dem gewünschten Ziel.
Es gibt bei den Methoden und Instrumenten viele Gemeinsamkeiten zwischen einem
Coaching und einer Supervision.
Coachingdefinitionen setzen in der Fachliteratur immer noch
sehr unterschiedliche Akzente. Das Coaching bezeichnete in der Vergangheit zumeist eine
Beratung von Führungskräften, die Supervision eher eine Beratung
von Fachkräften.
Sinnvoller erscheint mir eine Unterscheidung nach der inhaltlichen und zeitlichen
Ausgestaltung des Beratungsanliegens:
Coaching meint ein klar umgrenztes Beratungsanliegen, welches in überschaubarer
Zeit bearbeitet werden kann. Coaching umfasst Konzeption, Ausgestaltung und
Begleitung der Strecke zwischen Start und Ziel des gewünschten Anliegens.
Die Supervision hingegen ist eher eine längerfristige
Begleitung von Personen, Teams, Umstrukturierungen, Projekten, Ausbildungsphasen
oder neuer beruflicher Rollen. Supervision arbeitet zudem überwiegend
reflexiv.
Das Coaching richtet sich oft gezielter auf eine Bearbeitung konkreter
beruflicher Probleme, z. B. entlang der Frage, wie die Führungsrolle oder Führungsaufgabe
bewältigt wird.
Anlässe und
Inhalte eines Coaching sind
daher oft in der besonderen beruflichen Situation einer Führungskraft verankert.
Zunehmend finden aber auch private Anliegen Zugang zu dieser Beratungsform
(z. B. Elterncoaching). Meist liegen hier Wünsche nach Veränderung oder
Weiterentwicklung der eigenen beruflichen oder privaten Lebensziele zugrunde.
Der Begriff des „Coaching“ ist inzwischen mit vielen unterschiedlichen
Arbeitsformen belegt, und wird in zahlreichen Zusammenhängen
beruflicher und privater Art in irgendeiner Form betrieben und angeboten.
Die starke Verbreitung des „Coaching“ im Beratungsmarkt macht es somit erforderlich,
im Einzelfall genauer zu klären, welche Form beraterischer, instruierender oder
begleitender Interaktion beabsichtigt ist.
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